Zwischenfazit

Es sollen nun noch einmal die zentralen Punkte zusammengefasst werden.

Die SPD plant und arbeitet also über mehrere Jahre hinweg auf den Abend des 27. September 1998 hin. In dieser Zeit gelingt es der Partei, immer unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeitswirksamkeit, sich nach innen zu ordnen und dies nach außen zu demonstrieren. Die Zusammenarbeit in den Spitzengremien verläuft kontinuierlich und einvernehmlich. Die Werbekampagne kann die politische Arbeit abrunden und zu einem neuen Gesicht der Partei beitragen, daher das Auftreten und Wirken verdeutlichen und herausarbeiten. Nichts bleibt in dieser Zeit "dem Zufall überlassen". Die gesamte Arbeit bzw. Durchführung wird professionell dargeboten, und diese Professionalität wird den Wählerinnen und Wählern vermittelt.

Zur Ausgangsfrage zurückkehrend, inwieweit die Werbekampagne der SPD zum Ausgang der Wahl beigetragen hat, schreibt Helmut van Rinsum, dass

die Werber von KNSK/BBDO [...] nicht so vermessen [sind; Anm.], den Sieg der SPD ausschließlich auf die Kampagne zurückzuführen. Aber man habe kräftig dazu beigetragen, den Image-Wandel der SPD mitzuprägen und so das Fundament für den Wahlsieg zu legen (Rinsum, 2000).

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