Die Multiplikatorenkampagne

Eine neues Instrument im Wahlkampf 1998 ist die sog. "Multiplikatorenkampagne" (Machnig, 1999). Bei diesem Typ werden sowohl vor der Parteizentrale, als auch vor der "Kampa", jeweils drei große Plakatwände montiert. In nicht-regelmäßigen Zeitabständen werden hier Plakate präsentiert. Vorteil ist, dass der Kosten-Nutzen-Effekt vergleichsweise hoch ist; so kann mit relativ niedrigen finanziellen Mitteln, eine große Aufmerksamkeit erreicht werden. Zu jeder Präsentation werden die Medien eingeladen, die dann über rund 80 Prozent der Plakate berichten. Auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wird Bezug genommen, so kann hier exemplarisch auf folgendes Plakat zur Fußball-Weltmeisterschaft eingegangen werden: Das Plakat zeigt einen FIFA-Schiedsrichter am Spielfeldrand, der eine Auswechseltafel in die Höhe streckt. Auf der Tafel ist der Name des auszuwechselnden Spielers angezeigt: "KOHL".

Dieser Kampagnentypus ist ein weiterer Indikator für die Professionalität des SPD- Wahlkampfes, so die Medien (Bericht Abteilung V, 1999).

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