Einleitung

von Thosten Markstahler

Am Abend des 27. September 1998 kommt es zu einem grundlegenden Einschnitt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zum ersten Mal wird eine komplette Bundesregierung durch Wählerinnen- bzw. Wählervotum in die Opposition verbannt. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) wird mit 40,9 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion im deutschen Bundestag. Für die Partei ist es erst das zweite Mal nach 1972, dass sie die Bundestagsmehrheit stellt. Die Unionsparteien (CDU/CSU) erhalten mit ihrem Kanzlerkandidaten Dr. Helmut Kohl 35,1 Prozent der Stimmen; dies stellt das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte dar. Für Gerhard Schröder und die SPD bedeutet das Ergebnis ein plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Wahljahr 1994; außerdem gelingt es den Sozialdemokraten der Union 109 Wahlkreise (!) abzuringen (vgl. Anderson & Wohlke, 1998).

Es stellt sich nun die Frage, inwieweit die Werbekampagne der SPD ("Kampa ´98") dazu beigetragen hat?

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