Mere-Exposure-Effekt (Mechanismus)

Ein früher schon einmal verarbeiteter Reiz wird lediglich aufgrund dieser früheren Darbietung positiver eingeschätzt. Die vorherige Darbietung führt später zu einer vereinfachten Verarbeitung des Reizes. Das Individuum schreibt diese vereinfachte Reizverarbeitung fälschlicherweise den positiven Eigenschaften des Reizes zu. Dabei handelt es sich aber um eine Fehlzuschreibung, denn die erleichterte Verarbeitung resultiert aus der früheren Verarbeitung des Reizes und nicht aus dessen positiven Eigenschaften. 
Grundlegende Erkenntnisse stammen von R.B. Zajonc, der bereits in den 70er-Jahren zahlreiche Experimente zu diesem Effekt durchgeführt hat. Er konnte nachweisen, dass die Ursache des „Mere-Exposure-Effektes“ die Darbietungshäufigkeit und deren Wirkung die verbesserte Einstellung gegenüber dem Reiz ist.

 

Literatur

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